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„Krisenregionen der Welt“
Thema: "Palästina - Israel: Ist eine gemeinsame
Zukunft möglich?"
Referent: Dr. Basam Disi , Vertreter der
Hanns-Seidel-Stiftung, Ramallah, Westjordanland
Zeit: Montag, 05. Juli 2010 um 19.30 Uhr
Ort: Henneberg-Volksschule,
Baptist-Hoffmann-Str. 14 in 97688 Bad Kissingen
Gerade
in den letzten Tagen wurde unser Blick mehrfach in den Nahen Osten
gelenkt, denn das sehr instabile Verhältnis zwischen Israel und den
palästinensischen Autonomiegebieten droht erneut zu eskalieren. Der
Versuch von Aktivisten, mit ihrer
„Free-Gaza“-Flottille die von der ISR-Marine seit Jahren verhängte
–international geächtete- Blockade des Gaza-Strip zu durchbrechen,
scheiterte blutig und hatte
scharfe Proteste in aller Welt zur Folge. Kurz darauf wurde unserem
Entwicklungsminister von den
ISR-Behörden ein Besuch in dem von der „HAMAS“ kontrollierten Gaza-Strip
untersagt, wo er mit deutschen Geldern finanzierte Projekte besichtigen
wollte. Vor 3 Jahren hatten wir einen Vertreter der ISR-Botschaft zu
Gast, der uns die Lage im Nahen Osten aus offizieller israelischer Sicht
darstellte. Diesmal ist es uns gelungen, einen Angehörigen des
palästinensischen Volkes als Referenten zu gewinnen, der uns die Lage
und die Möglichkeiten für eine friedliche, gemeinsame
Zukunft des jüdischen und palästinensischen Volkes aus seiner
Sicht erläutern wird.
Dr.
Basam Disi ist Leiter des Büros der HSS in Jenin, Westjordanland. Hier
leitet er Projekte, die eine Zusammenleben der beiden Völker fördern
sollen.
Wegen
der knapp bemessenen Zeit wird
der Referent nur kurz auf den jahrzehntelangen Friedensprozess und seine
Fehlschläge eingehen und sich
auf die jüngste Lageentwicklung
konzentrieren. Zu Beginn wird daher „ zur Auffrischung“ unserer
Geschichtskenntnisse ein Umdruck mit der Entwicklung
des Nahostkonflikts
verteilt.
Dr. Disi wird uns zunächst die
Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur sowie den Alltag in den
palästinensischen Gebieten erläutern und dann auf die politische
Situation der beiden
verfeindeten Palästinenser-Parteien FATAH und HAMAS sowie ihrer
jeweiligen Unterstützer eingehen, die jede ein Teil eines
geplanten Staates Palästina unter ihrer Kontrolle haben.
Natürlich kommt auch die aktuelle
Politik der jetzigen ISR-Koalitions-Regierung
zur Sprache.
Es gibt zahlreiche Hindernisse auf dem Weg zu einem – auch für unsere
eigene Sicherheit - dringend notwendigen Frieden im Nahen Osten. Dennoch
gibt es zahlreiche Projekte, um Palästinenser und Juden einander näher
zu bringen. Davon wird uns
Dr. Disi berichten.
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