• 08. Februar 2012
    Kissingen
    Vortragsabend
    "Das afghanische Friedens- und Reintegrationsprogramm"
  • 15. Februar 2012
    Ingolstadt
    Vortragsabend
    "Erfahrungen und Erlebnisse als Ausbilder in Kunduz"
  • 15. Februar 2012
    Weiden
    Vortragsabend
    "Drogen (Crystal speed - Altes und neues Problem in der Grenzregion"
  • 08. Februar 2012
    Kempten
    Vortragsabend
    "Chinas globaler Anspruch - mit Dominanz in die Zukunft"
  • 01. Februar 2012
    Würzburg
    Vortragsabend
    "Machtlos gegen Piraten?

Vorschau

 


  • Vortrag: Mittwoch, 15. Februar 2012, 19.30 Uhr
    Thema: Erfahrungen und Erlebnisse als militärischer Ausbilder in Kunduz, Afghanistan
    Ort:
    Max-Immelmann-Kaserne, Max-Immelmann-Straße, 85077 Manching-Oberstimm
    Referent:
    Oberstleutnant Thorsten Ilg

    „Übergabe in Verantwortung“ lautet das Motto der internationalen Gemeinschaft mit Blickrichtung auf den Abzug der ausländischen Kampftruppen bis 2014. Grundvoraussetzung für das Gelingen sind einsatzbereite und schlagkräftige afghanische Sicherheitskräfte. Für die Vorbereitung der afghanischen Kräfte setzt die NATO dazu Ausbildungs- und Beraterteams (OMLT, Operational Mentoring and Liasion Teams) verschiedener Nationen ein, die die Truppen der Afghan Nation Army (ANA) auf allen Führungsebenen befähigen sollen, schrittweise die Sicherheitsverantwortung im Lande zu übernehmen. Deutschland beteiligt sich daran mit 10 Mentorenteams, die im Gebiet des Regionalkommandos Nord die Soldaten des 209. Korps der afghanischen Armee ausbilden.

     

    Unser Referent wird uns seinen konkreten Einsatzauftrag vorstellen, die tägliche Arbeit mit  den afghanischen Soldaten beschreiben und uns interessante Einblicke in die  Einsatzrealität deutscher Soldaten in diesem Land geben.

     

    Oberstleutnant Thorsten Ilg ist 1988 in die Luftwaffe eingetreten. Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr München von 1989 bis 1993 durchlief er unterschiedliche Stationen im Flugabwehrraketendienst der Luftwaffe in Norddeutschland. Von 2001 bis 2003 nahm er am nationalen Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teil und wechselte danach zum Kommando 1. Luftwaffendivision in Fürstenfeldbruck. Von 2006 bis 2009 war er im Bundesministerium der Verteidigung tätig, zunächst im Führungsstab der Luftwaffe in Bonn als Referent für bodengebundene Luftverteidigung, später im Leitungsbereich des Hauses in Berlin im Büro des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Kossendey. Oberstleutnant Thorsten Ilg ist seit Februar 2010 Kommandeur der Flugabwehraketengruppe 23 in Manching/Oberstimm und war im Zuge dieser Verwendung von Anfang Januar bis Mitte Juli 2011 als „Senior Mentor“ einer afghanischen „Garisson Support Unit“ in Kunduz, Afghanistan, eingesetzt. Oberstleutnant Ilg ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist in Ingolstadt wohnhaft.


  • Vortrag: Mittwoch, 21. März 2012, 19.30 Uhr
    Thema: "15 Monate am Hindukusch - Erfahrungen des ISAF-Sprechers"
    Ort: Pionierschule Ingolstadt, Manchinger Str. 1, Ingolstadt

    Referent:
    Brigadegeneral Josef Dieter Blotz

    2012 beginnt eine entscheidende Phase für die Zukunft Afghanistans. Die Kampftruppen der internationalen Gemeinschaft beginnen mit dem Abzug, der bis Ende 2014 abgeschlossen sein soll. Schrittweise und verantwortungsbewusst wird die Sicherheitsverantwortung im Land an die Afghanen übergeben. Welche Perspektiven sind für die Menschen in Afghanistan und in der Region zu erwarten? Kann der Westen seine Ziele zur Stabilisierung des Landes erreichen und sicherstellen, dass Afghanistan nicht wieder zum Rückzugsraum für den internationalen Terrorismus wird?
    Für den Vortrag konnten wir einen sehr auslandserfahrenen Referenten gewinnen, der das Land und die westliche Politik aus unterschiedlichen militärischen und politischen Blickwinkeln kennengelernt hat. Der Vortrag führt zunächst in die Welt der Presse- und Medienarbeit bei ISAF ein und bietet damit den Rahmen für eine breite Diskussion aller Aspekte des Einsatzes in Afghanistan.

    Brigadegeneral Josef Dieter Blotz, Jahrgang 1956, absolvierte 1987 – 1989 den 30. Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr. Es folgten internationale Verwendungen als Stabsoffizier im Nachrichtenwesen im Supreme Headquarter Allied Powers Europe (SHAPE) im belgischen Mons und als Abteilungsleiter Ausbildung und Übungen im Joint Headquarter Southwest der NATO. 2004 – 2005 absolvierte er ein Studium im Bereich National Security Strategy an der National Defense University in Washington D. C. Nach einer Verwendung als Kommandeur des Jägerbataillons 1 in Berlin Mitte der 90er Jahre und der Panzerbrigade 30 in Ellwangen folgte 2007 der erste Einsatz in Afghanistan als Regionalkommandeur Nord in Mazar-e Scharif und Kommandeur des 13. deutschen Einsatzkontingentes. Nach seiner Rückkehr übernahm er das Kommando über die Infanterieschule in Hammelburg und wurde General der Infanterie. Ab April 2010 wurde er – ungewöhnlich für einen Kampftruppenoffizier – als erster deutscher Offizier zum Pressesprecher der ISAF in Afghanistan ernannt. Seit Oktober 2011 ist er der militärpolitische Berater des deutschen Botschafters bei der NATO in
    Brüssel. Brigadegeneral Blotz ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Neben dem Dienst engagiert er sich im Katholikenrat des katholischen Militärbischofs und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.



  • Vortrag: Donnerstag, 19. April 2012, 19.30 Uhr
    Thema: "Die Bundeswehr - eine Einsatzarmee im Umbau"
    Ort: Max-Immelmann-Kaserne, Max-Immelmann-Straße, 85077 Manching-Oberstimm
    Referent: Generalleutnant Günter Weiler

Der Umbau zur Einsatzarmee erfordert bei der Bundeswehr erhebliche Strukturanpassungen. Der Streitkräfteumfang wird zukünftig nur noch höchstens 185.000 Mann betragen. Mit dem Wegfall der Wehrpflicht ist eine der Säulen für die Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs entfallen. Die deutschen Streitkräfte stehen deshalb vor der tiefgreifendsten Reform in ihrer 55jährigen Geschichte.
Z
ugleich erwarten unsere Verbündeten bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der Piraterie sowie im Rahmen der Bündnissolidarität militärische Beiträge, die dem politischen und wirtschaftlichen Gewicht Deutschlands entsprechen. Die Einsatzrealität insbesondere in Afghanistan hat Kampf, Verwundung und Tod zu einem Teil des soldatischen Alltags werden lassen.
Damit stellen sich drängende Fragen.
Was ist unser „Level of Ambition“ (LoA)? Welches Kräftedispositiv entspricht unserem LoA? Welche Schwerpunkte sind bei den Teilstreitkräften, der Reserve, der Ausrüstung und der Stationierung zu setzen?

 

Unser Referent, Generalleutnant Günter Weiler hat von 1982 – 1984 die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie absolviert. Neben Verwendungen im Planungsstab des Verteidigungsministeriums war er Kommandeur des Panzerbataillons 184 in Boostedt, der Panzerbrigade 39 „Thüringen“ sowie der 14. PzGrenDiv „Hanse“ und Kommandeur des "Multinationale Brigade Centre" im Rahmen von SFOR in Bosnien-Herzegowina. 2006 erfolgte die Ernennung zum Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres. Seit September 2010 ist Generalleutnant Weiler Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Darüber hinaus ist er Beauftragter für die Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr.





  • Thema:"Das Weltraumlagezentrum"
    Referent: Oberstleutnant i.G. Olaf Holzhauer

    Vortragszeitpunkt:  I. Halbjahr 2012,
    Vortragsort: steht noch nicht fest

Der weltweite Einsatz der deutschen Streitkräfte erfordert die Abstützung auf eine verlässliche Satelliteninfrastruktur, etwa für Kommunikation und Führung der Einsatztruppen. Im Hinblick auf Projekte wie das europäische Navigationssystem GALILEO oder die Abhängigkeit vieler ziviler Bereiche von raumgestützten Diensten ist der Schutz von Satelliten im Weltraum weit über die Bundeswehr hinaus für die Bundesrepublik Deutschland von gesamtstaatlicher Bedeutung.
Durch die intensive Nutzung des Weltraums in den letzten Jahrzehnten befindet sich im Weltraum mit alten, ausgedienten Satelliten, ausgebrannten Raketenstufen und sonstigen alten Bauteilen von Raumfahrzeugen eine gefährliche Menge von Weltraumschrott. Selbst Kollisionen mit kleinen Teilen davon können schon zum Totalausfall von kostspieligen und äußerst wichtigen Satelliten führen.
Zum Schutz der eigenen Weltrauminfrastruktur hat man sich in Deutschland zum Aufbau des Weltraumlagezentrums in Uedem entschlossen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lagezentren unserer Verbündeten, unter anderem in den USA und Frankreich, wird Deutschland jederzeit über ein klares und vollständiges Lagebild der Situation im Weltraum verfügen.


Oberstleutnant i. G. Olaf Holzhauer ist seit Februar 2011 Leiter des Weltraumlagezentrums  in Uedem. Nach der deutschen Generalstabsdienstausbildung absolvierte er auch den entsprechenden französische Lehrgang in Paris. Neben verschiedenen Verwendungen als Dezernats- und Abteilungsleiter in Kommandostäben der Luftwaffe war er seit 2004 auf ministerieller Ebene tätig,  u.a. in Paris als deutscher Verbindungsoffizier im französischen Führungsstab der Streitkräfte – Unterabteilung „Weltraum streitkräftegemeinsame Programme“.




  • Vorstellung von modernen Flugkörpersystemen in Schrobenhausen
    Vortragszeitpunkt:  I. Halbjahr 2012

    Die Teilnehmerzahl ist wegen der Räumlichkeiten auf 35 Personen begrenzt.
    Ort:
     Hagenauer Forst in 86529 Schrobenhausen,
    Treffpunkt: Rezeption neben dem Parkhaus

  • Weitgehend unbeachtet von der breiteren Öffentlichkeit gehört die LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH zu den technologischen Perlen der wehrtechnischen Industrie in Deutschland. Mit der Entwicklung und Fertigung von hochwirksamen Lenkflugkörpersystemen rüstet das Unternehmen seit mehr als fünf Jahrzehnten alle drei Teilstreitkräfte aus. Dafür stehen Systeme wie MILAN, HOT, KORMORAN, ROLAND, MW1, MEADS, PATRIOT, TAURUS, PARS 3 LR, RAM und LFK NG. Als 100 %-ige Tochtergesellschaft von MBDA ist das Unternehmen mit den Partnernationen Frankreich, Großbritannien und Italien in eine europäische Industriestruktur eingebunden.
    Moderne Flugkörpersysteme sind Schlüsseltechnologien der modernen Kriegführung und ermöglichen Abstandsfähigkeit zum Schutz eigener Truppen. Durch die Fähigkeit zum präzisen Wirken leisten sie sowohl in symmetrischen als auch in asymmetrischen Konflikten einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung ziviler Opfer. Die Kombination von Treffgenauigkeit und hoher Feuerkraft schafft in Konflikten militärische Handlungsoptionen und ermöglicht eine Eskalationsdominanz.
    Als beispielhaft für die technologische Position von MBDA darf der radargelenkte Luft-Luft-Lenkflugkörper METEOR gelten. Mit diesem europäischen Sechs-Nationen-Programm konnte ein Flugkörper für den Luftkampf entwickelt werden, der mit seinen überlegenen Leistungsparametern ein jahrzehntelanges amerikanisches Monopol in diesem Bereich beenden wird. LFK liefert mit seinen Tochtergesellschaften TDW GmbH und Bayern-Chemie GmbH Kernkomponenten wie den Gefechtskopf und das  Feststoff-Staustrahl-Triebwerk (Ramjet) für Geschwindigkeiten bis zu Mach 4. Mit diesem hoch innovativen Antrieb gilt das Unternehmen weltweit als Technologieführer.
    Wir laden Sie zu unserer Exkursion zu den wehrtechnischen Spitzenprodukten von LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH/MBDA Deutschland GmbH nach Schrobenhausen ein.



Thema:"Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) - ein deutsches Instrument der zivilen Krisenbearbeitung"
Referent: Dr. Andreas Wittkowsky, Berlin

Vortragszeitpunkt:  II. Halbjahr 2012, 19.30 Uhr
Vortragsort: Ingolstadt

Der Anteil des Militärischen an dem Ziel, das wir dort zu erreichen suchen, beträgt vielleicht 25 %. Die anderen Anteile sind zivile Anteile. Bloß, für die ist in den vergangenen Jahren nicht genug Personal zur Verfügung gestellt worden, und niemand hat sich wirklich verantwortlich gezeigt.“ (General a. D. Egon Ramms, 2007 – 2010 Kommandeur des Allied Joint Force Command der NATO, in einem Interview mit der Wochenzeitung „ DIE ZEIT“ vom März 2010 über die Afghanistan-Politik der internationalen Gemeinschaft


Seit dem Ende des Kalten Krieges haben internationale Einsätze der zivilen Krisenbearbeitung zugenommen, u.a. auf dem Balkan, in Afrika und Afghanistan. Im Gegensatz zu militärischen Einsatzverbänden haben zivile Entsendeorganisationen kaum nennenswerte stehende Personalreserven. Je nach Mandat der Mission muss kurzfristig eine größere Anzahl ziviler Experten mit den passenden Qualifikationen für eine Entsendung mobilisiert werden.
Als Antwort auf diese Herausforderung gründete die Bundesregierung im April 2002 das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) in Berlin. Das ZIF unterhält einen Expertenpool ziviler Fach- und Führungskräfte, die bei Bedarf in zivile Friedens- und Wahlbeobachtermissionen entsandt werden können, v.a. für die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Neben der Personalbetreuung wird potentiellen und bereits entsandten Zivilexperten ein umfangreiches Trainingsprogramm angeboten. Schließlich führt das ZIF praxisorientierte Analysen und Beratung zu Friedenseinsätzen durch (
www.zif-berlin.org).
Für die erfolgreiche Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen im 21. Jahrhunderts werden zivile Maßnahmen zur Krisenbearbeitung von steigender Bedeutung sein, das Aufgabenspektrum für zivile Experten wird breiter.


Dr. Andreas Wittkowsky leitet das Projekt Frieden und Sicherheit im ZIF. Er ist Koordinator der AG Vernetzte Sicherheit und ZIF-Vertreter in der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt). Von Januar 2001 bis Oktober 2008 tätig als Berater, Referatsleiter und stellvertretender Leiter des EU-Pfeilers der United Nations Interim Administration in Kosovo (UNMIK); u.a. verantwortlich für wirtschaftlichen Wiederaufbau, regionale Integration und den technischen Dialog zwischen Prishtina und Belgrad.







  • "Carl von Clausewitz und die Relevanz seines Werkes im 21. Jahrhundert"

    General a. D. Klaus Reinhardt  wird den Lebensweg Carl von Clausewitz vorstellen;
    Generalmajor Christian Millotat wird die Bedeutung der Lehren von Clausewitz für die Realität im 21. Jahrhundert  erläutern.
    Vortrag: Planungstermin 2012


Viele  Gedanken  des Generalmajors Carl von Clausewitz, die er vor allem in seinem 1832  erstmals erschienenes Buch „Vom Kriege“ dargestellt hat, sind   im Zeitalter internationaler Einsätze von Streitkräften  wieder sehr aktuell geworden. Vielen Wissenschaftlern und Offizieren Im In- und Ausland gilt sein Werk als zeitlos zutreffende Analyse militärischer Konflikte und des Verhältnisses von Politik und Militär bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Friedensmissions- und Kampfeinsätzen. Seine Gedanken  werden an der Führungsakademie der Bundeswehr und an den hohen und höchsten Ausbildungsstätten von Soldaten und Diplomaten in vielen Teilen der Welt  behandelt.  

Carl von Clausewitz lebte in der Epoche der napoleonischen Kriege und hat sich zu seinen Lebzeiten intensiv mit kriegerischen Konflikten beschäftigt. Beispielsweise hielt er von 1809 bis 1810 als Referent an der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin, der Vorläuferin der Führungsakademie der Bundeswehr, eine viel beachtete Vorlesungsreihe über asymmetrische Konflikte, die er als  „Der kleine Krieg“ bezeichnete. Clausewitz erlebte als Offizier in russischen Diensten  das Scheitern des Russlandfeldzuges Napoleons in den Jahren 1812/1813. Er gehörte zum engsten Kreis des preußischen Militärreformers, Generalleutnant Gerhard David von Scharnhorst, der nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon in der Schlacht von Jena und Auerstädt im Jahre 1806 die Preußische Armee reformierte. Diese Epoche der preußisch-deutschen Militärgeschichte ist eine der Traditionssäulen der Bundeswehr.
Clausewitz bietet zum Verstehen und Entschlüsseln der heutigen Friedensmissionseinsätze und bewaffneten Konflikte intellektuelle Werkzeuge an. Seine Lehren sind aber auch für die Praxis des Planens, Durchführens und Nachbereitens solcher Einsätze für die verantwortlichen Politiker und Soldaten unerlässlich. Was wir konkret von ihm lernen können, wird in diesem Seminar exemplarisch behandelt.
           

General a. D. Klaus Reinhardt
ist promovierter Historiker. Er trat 1960 in die Gebirgsjägertruppe ein, absolvierte 1973 und 1975 an der Führungsakademie der Bundeswehr den 16. Generalstabslehrgang der Bundeswehr. Anschließend folgte die amerikanische Generalstabsausbildung am Command and General Staff College in Fort Leavenworth/USA. Nach Verwendungen als Adjutant des Bundesministers der Verteidigung übernahm er von 1986 bis 1988 als Kommandeur die Gebirgsjägerbrigade 23. Es folgten eine Verwendungen als Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie weitere herausgehobene Aufgaben in herausgehobenen, hohen NATO-Dienststellen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde General Reinhardt als Kommandeur der KFOR-Friedenstruppe, wo er das Kommando über eine multinationale Einsatztruppe aus 39 Nationen hatte. Nach seiner Pensionierung war er von 2002 – 2006 Präsident der Clausewitz-Gesellschaft. Aufgrund seiner Verdienste wurde ihm im Jahr 2000 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.
Generalmajor a. D. Christian Millotat absolvierte die deutsche und kanadische Generalstabsausbildung und ist Absolvent des US-Army War College. Neben  Verwendungen als Bataillonskommandeur,  Generalstabsoffizier (G 3) auf Brigade-, Divisions- und Korpsebene, in der NATO, als Stabsabteilungsleiter III im Führungsstab des Heeres ( = Chef der Operationsabteilung) und Direktor  Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr war er Auflösungskommandeur der 11. motorisierten Schützendivision der Nationalen Volksarmee und Brigadekommandeur sowie Stellvertreter des Kommandierenden Generals des II. ( US/ GE) Korps, Stellvertreter des CMOFFOR im Kosovo und Befehlshaber des Wehrbereichs II.. Nach seinem Ruhestand 2006/2007 wurde er als „Director of the Department of Security Cooperation” der OSZE in Sarajewo und Sicherheitsberater des Hohen Beauftragen für Bosnien und Herzegowina berufen. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, der US-Legion of Merit, Offizier des Nationalen Verdienstordens Frankreichs sowie Ritter und Offizier der französischen Ehrenlegion. Generalmajor a. D. Millotat ist heute Leiter des Regionalkreises Südwest der Clausewitz-Gesellschaft und Autor zahlreicher Aufsätze in Fachzeitschriften und mehrerer Fachbücher (u. a. zu Carl von Clausewitz). 

 

                                       

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