+++               Landesbereich VI aktuell                +++                    Die nächsten Veranstaltungen im Landesbereich                 +++

Sektionen

 

Aktuelle Veranstaltungen

Mittwoch, 24. März 2010 um 19.30 Uhr
Die deutsche Außenpolitik – Ziele und Gestaltungsmöglichkeiten

einer europäischen Mittelmacht
Ort:
Barocksaal im Stadtmuseum Ingolstadt, Auf der Schanz 45, 85049 Ingolstadt
Referent: Robert von Rimscha, stellv. Leiter des Planungsstabes im AA

Die deutsche Außenpolitik war lange stark geprägt von den historischen Erfahrungen des II. Weltkrieges und der schwierigen Situation als geteiltes Land zwischen Ost und West.
Seit den 1990er Jahren haben sich die Rahmenbedingungen deutscher Außenpolitik erheblich erweitert. Gewachsen sind damit  aber auch die Erwartungen an Deutschland, was sich nicht zuletzt in einer steigenden Zahl von Auslandsmissionen deutscher Streitkräfte zeigt. Als einwohnerstärkstes Land der EU mit der größten Volkswirtschaft werden von der Bundesrepublik Deutschland Beiträge zur Lösung internationaler Probleme erwartet. Der Aufstieg von Schwellenländern wie China oder Indien wird als globale Gewichtsverschiebung weg von Europa gedeutet. Doch gerade in einer unübersichtlicheren, multipolaren Welt kann Deutschland seine wesentlichen Interessen nur in enger Zusammenarbeit mit seinen Verbündeten erreichen.
Aus dieser Neuausrichtung deutscher Außenpolitik ergeben sich wichtige Fragen. Welchen Weg soll Deutschland zwischen Vertiefung und Erweiterung der europäischen Union wählen? Welche Rolle kann Deutschland im Umgang der internationalen Gemeinschaft mit dem iranischen Atomprogramm oder im Friedensprozeß im Nahen Osten spielen? Welcher Stellenwert  kommt der Zusammenarbeit mit Russland zu? Brauchen wir in der breiteren Öffentlichkeit eine gewandelte Haltung zu Fragen von Macht, der Definition nationaler Interessen und dem Einsatz von Streitkräften, damit Deutschland auch in Zukunft voll bündnisfähig bleiben kann? Welchen Stellenwert sollen Menschenrechtsfragen in den Beziehungen etwa zu Russland oder China haben?
Robert von Rimscha ist seit Januar dieses Jahres Stv. Leiter des Planungsstabs im Auswärtigen Amt. Von 2004 bis 2009 war er Sprecher der FDP und Chefredakteur der "Liberalen Depesche", zuvor 13 Jahre lang Journalist beim Berliner "Tagesspiegel", u.a. Amerika-Korrespondent und Leiter der Parlamentsredaktion. Robert von Rimscha ist der Autor von acht Büchern zu außenpolitischen Themen, zuletzt von Biographien der US-Präsidentenfamilien Kennedy und Bush. Er lehrt an der FHTW in Berlin und wurde mit dem Arthur-F.-Burns-Preis für seine transatlantische Kommentierung ausgezeichnet.

Anfahrtsskizze im Internet  unter www.ingolstadt.de/stadtmuseum (Zugang über Haupteingang Museum)

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Parkplätze vor dem Museumsgebäude sind begrenzter Anzahl verfügbar. Die Veranstaltung ist kostenlos.

*****

Am Mittwoch, 21. April 2010 um 19.30 Uhr
Thema: Deutschlands Rolle im Bündnis
Referent: Generalleutnant Jürgen Bornemann
Ort: Pionierschule Ingolstadt, Manchinger Straße, Ingolstadt


Für den Zutritt zum Vortragsort ist eine Voranmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt bei der Geschäftsstelle des Reservistenverbandes in Ingolstadt
- telefonisch beim Kreisorganisationsleiter Anton Hecht, Tel.: 0841/9611192
- per e-Mail unter geschst_ingolstadt@vdrbw.de
- per Post an: Verband der Reservisten, Esplanade 27, 85049 Ingolstadt

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich nicht zuletzt auf Grund der fundamentalen sicherheitspolitischen Bedeutung der NATO von Anfang an konsequent in die politisch-militärischen Strukturen des Bündnisses integriert. Die NATO war und ist für Deutschland das entscheidende System kollektiver Sicherheit, das vor allem durch die damit institutionalisierte enge transatlantische Anbindung Frieden und Freiheit im Bündnisgebiet über mehr als 60 Jahre garantiert hat.
Veränderungen in der sicherheitspolitischen Landschaft während der letzten zehn Jahre haben jedoch eine Anpassung der Ausrichtung und der Interessen der NATO erforderlich gemacht. Während die Beteiligung an friedenserhaltenden Einsätzen vor allem auf dem Balkan und an Anti-Terroreinsätzen auf See noch breite Zustimmung in der deutschen Öffentlichkeit fand, hat die Beteiligung an friedenschaffenden Einsätzen außerhalb Europas bei zunehmenden eigenen Verlusten zu kritischen Diskussionen in der deutschen Öffentlichkeit geführt. Die deutsche Nachkriegsgeschichte bedingt noch immer ein gespaltenes Verhältnis zum Sinn und Zweck des Einsatzes militärischer Macht.
Gleichzeitig erwarten die Alliierten eine dem militärischen, politischen und wirtschaftlichen Gewicht Deutschlands entsprechende Beteiligung an solchen Einsätzen. Deutschland wird zur Übernahme zunehmend größerer Verantwortung aufgefordert.
Wie kann und wie sollte Deutschland sich im Bündnis positionieren, um eigene Interessen den politischen Vorgaben entsprechend angemessen durchzusetzen?
Wie kann und wie sollte die Notwendigkeit der Beteiligung an Einsätzen im Bündnis der breiten Öffentlichkeit vermittelt werden?

Unser Referent, Generalleutnant Bornemann ist seit September 2008 Deutscher Militärischer Vertreter im Militärbündnis der NATO und der EU.
Militärpolitische Expertise erwarb er nach einer Führungsverwendung als Regimentskommandeur des Flugabwehrregiments 6 in Lütjenburg in Verwendungen bei der NATO und im BMVg unter anderem als Assistent Director Plans & Policy und stv. Direktor des Internationalen Militärstabes der NATO, als Stellvertretender Stabsabteilungsleiter der Abteilung Militärpolitik und Rüstungskontrolle im BMVg, als Referatsleiter für Militärpolitische Grundlagen und als persönlicher Referent für Militärpolitik bei Herrn Staatssekretär Schönbohm.
General Bornemann wurde kürzlich mit Wirkung vom 1. August 2010 zum Direktor des Internationalen Militärstabes der NATO gewählt. 

Oben                                                                                                                             Zurück


GfW im Internet